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Australische Gespenstschrecken

Extatosoma tiaratum

Australische Gespenstschrecken sind blätterfressende Tiere und ernähren sich in ihrer Heimat von Eukalyptus. Sie fressen jedoch auch Brombeer-, Himbeer-, Johannisbeer-, Rosen-, Eichen-, Buchen-, Rotdorn-, oder Weißdornblätter. Am beliebtesten sind in der Terrarienhaltung Brombeerblätter, da diese gerne gefressen werden und immergrün sind. So auch bei uns!

Die Männchen haben komplett ausgebildete Flügel mit denen sie fliegen können, die Weibchen lediglich Stummelflügel. Ausgewachsene Weibchen sind erheblich dicker als die Männchen. Im Gegensatz zu den Männchen haben die Weibchen auf dem Rücken paarweise angeordnete Stacheln. Die Australischen Gespenstschrecken besitzen die Fähigkeit, Extremitäten an vorgesehenen Bruchstellen zwischen Schenkel und Schenkelring abzuwerfen und diese bei der nächsten Häutung teilweise wieder zu ersetzen.

Australische Gespenstschrecken können sich jungfräulich fortpflanzen (Parthenogenese). Sie lassen ihre Eier einzeln auf den Boden fallen. Die Entwicklungsdauer der Embryonen beträgt ca. 5 bis 6 Monate und die der Nymphen ca. 4 bis 6 Monate. Während der Entwicklung häuten sich die Tiere fünf bis sechs Mal. Frisch geschlüpfte Jungtiere haben einen kleinen schwarzen zierlichen Körper und einen roten Kopf. In unserem Terrarium gibt es ausschließlich Weibchen.

Ausgewachsene Weibchen leben bis zu einem Jahr lang, Männchen erreichen ein Lebensalter von 3 bis 5 Monaten.

Gespenstschrecken sind nachtaktiv und verbringen den Tag am liebsten reglos an dunkleren Plätzen. Durch ihr Aussehen sind sie ausgezeichnet getarnt. Sie sind nur schwer von einem dicken Zweig zu unterscheiden, bei Gefahr beginnen sie jedoch mit Wippbewegungen, die eine Blattbewegung im Wind nachahmen soll.

Unsere Weibchen erreichen eine Körperlänge von 12 – 15 cm.

Haltung

Gehalten werden die Schrecken in einem Terrarium mit Heizdraht an der Rückwand. So sinkt die Innentemperatur auch am ungeheizten Standort nur selten unter 15 Grad.

Die Luftfeuchtigkeit wird durch tägliches Sprühen auf 50 bis 80% gehalten.

Die Schrecken sind in der Lage sich auch an den Glaswänden und der Decke entlang zu bewegen.

Der Boden des Terrariums ist mit grobem Holzmulch bedeckt.

Vier (in den Ferien fünf) Wasser gefüllte und enghalsige Glasbehälter dienen der Aufnahme unserer Futterpflanzen, die so bis zu 2 Wochen saftig bleiben.

Zucht

Die abgeworfenen Eier werden eingesammelt und im  Aufzuchthäuschen im Terrarium gesammelt. Nach langer Wartezeit (Literatur: nach etwa 5-9 Monaten) schlüpfen die etwa 2 cm großen Larven. Sie sehen bereits aus wie die ausgewachsenen Tiere.

Sonstiges

Gespenstschrecken haben ein interessantes Abwehrverhalten. Wenn sie sich bedroht fühlen, verhalten sie sich zunächst absolut still. Erst bei Berührung bewegen sie sich, wobei der Hinterleib über den Körper nach vorn in eine Position gebracht wird, die den Eindruck vermitteln soll, dass das Tier zustechen könnte. Es sieht dann aus, wie ein Skorpion. Wird ein Feind dadurch nicht abgeschreckt, werden drastischere Maßnahmen ergriffen: Wenn das Tier mit den Fingern gegriffen wird und man gelangt in den Bereich der Hinterbeine, dann werden diese blitzschnell zusammen gezogen, um den Finger einzuklemmen. Das kann einen schon erschrecken, da man den ansonsten eher trägen Tieren solch eine schnelle Bewegung nicht zutraut. Das kann zwar etwas zwicken, aber hat bisher noch jeder überlebt!

 

Akt. Newssendung

News

30.04.2018

Die 55. hat wieder etwas gedauert!

Da unsere versierten Teammitglieder aus den scheidenden 10. Klassen diesmal den Auftrag hatten, sich aus Schnitt und Upload völlig heraus zu halten, hat die Überwindung der auftauchenden Probleme für das Restteam zu einigen Wochen Verzögerung geführt. Jetzt aber ist es geschafft!! Nummer 55 ist o...

27.01.2018

..und da ist dann bereits die Sendung Nummer 54!!!

Tobi und Vince waren mit der 8a beim chemischen Projektvormittag "Metalle", wir besuchten den Beilngrieser Weihnachtsmarkt und unterstützten die SMV bei deren Weihnachtsfeier für die 5. Klassen.

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